BdP Stamm Graue Wölfe Friedrichsdorf e.V.

Pressespiegel

Zum irischen Bier gab's sphärische Klänge (aus: Taunus Zeitung)

Taunus-Zeitung, vom 08.06.2010, von Dieter Becker

Das Pfadfinder-Gelände neben dem Bahnhof verwandelte sich am Samstag in einen waschechten "Irish Pub".

Friedrichsdorf. Der urigste Pub abseits der grünen Insel steht mitten in der Hugenottenstadt - wenigstens einmal jährlich, wenn die Pfadfinder "Graue Wölfe" zu ihrer legendären "Irish Night" einladen. Am Samstag feierte der Stamm das 16. Folk-Festival mit Spaß-Garantie.

Was die Iren brauchen, um sich so richtig wohl zu fühlen? Natürlich ein frisch gezapftes Sout-Bier (oder wahlweise einen irischen Whiskey), zünftige Musik und - last but not least - das gesellige Beisammensein. Aus diesem Grund haben sich auf der Insel Tausende von Pubs etabliert, die nicht umsonst als das "zweite Wohnzimmer" der Iren gelten.

Mat Coleman, der Sänger und Multiinstrumentalist der Musikgruppe "Luna Melisande", hat auf seinen Reisen durch Irland eine Reihe von Pubs besucht und schwärmt noch heute davon. Der erfahrene Musiker machte sich beriets mit "Wild Silk" und "Paddy goes to Holyhead" in den 1990ern-Jahren einen Namen, bevor er 2008 mit Kim Avery (Vocals) die Gruppe "Luna Melisande" gründete und zusätzlich Patrick Pietschmann (Keyboards), Hans Herwig Eckert (Gitarre), sowie Jorge Palomo (Percussions) an Bord holte. Ihre Spezialität sind Eigenkompositionen in deutscher und englischer Sprache, die von Alltagsbegebenheiten erzählen, von Liebe, Melancholie, aber auch der einstigen Armut Irlands, die in den vergangenen Jahrhunderten zu regelrechten Auswanderungswellen in die "Neue Welt" geführt hatte.

Fidel und Gitarre

Stoff also, aus dem sich der Irish Folk speist und der bis in die gegenwart in (fast) jedem irischen Pub zu hören ist. Garniert mit keltischen Klängen heizte das Quintett dem Publikum ein, wobei vor allem Kim am Mikro, Hans auf seiner selbst gebauten Akustik-Gitarre und Coleman auf seiner Fidel mit ihren wundervoll sphärischen Klängen begeisterten.

Mit ihren Melodien luden sie zu einer musikalischen Reise in Sagenwelten voller Mystik und Romantik ein, in denen sich ruhige Balladen und aufwühlende Tänze abwechselten. So hielt es in dem tags zuvor aus Pfählen und schwerem Segeltuch errichteten Festzelt niemanden mehr auf den Bänken.

An der guten Stimmung nicht ganz unbeteiligt waren die "Zwei von der Tankstelle", Tobias Ulrich und Stefan Schlötzer, die die Ausgelassenheit mit Hilfe von Guinness und Kilkenny ordentlich befeuchteten. Daher war "Slainte", das gällische Wort für Prost, sicher einer der meist gebrauchten Ausdrücke an diesem Abend. Zufrieden schaute Sebastian Lind drein, der Kassenwart des rund 120 Mitgliedern zählenden Pfadfinderstamms. Immerhin musste er 2009 reichlich Geld für die Sanierung der Vereinsheim-Außenanlage an der Bahnstraße locker machen und baustellenbedingt zu allem Überfluss auch noch auf die Einnahmen der "Irish Night" verzichten.

Informationen im Internet: www.graue-woelfe.de
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