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Pressespiegel

Im Erlenbach lag ein Gebiss (aus: Taunus Zeitung)

Taunus Zeitung, Mittwoch 18. März 2009

Burgholzhausen. Sonja hat ein Gebiss gefunden: «Da waren sogar noch ein paar Zähne drin», sagt die Achtjährige. Weitere Fundstücke sind eine Thermoskanne, ein Tintenfass und eine Rolle Maschendrahtzaun. Aber das ist nur ein Teil der Kuriositäten, die bei der Erlenbach-Reinigungsaktion in Burgholzhausen gefunden wurden. Die Bachpaten hatten dazu aufgerufen, das Gewässer von Unrat zu befreien. Zu ihnen gehören der Angelverein Erlenbachtal 1974, der BUND, die Junge Union, der Deutsche Naturschutzbund (Nabu), die Pfadfinder «Graue Wölfe» und der Ortsbeirat Burgholzhausen.

Die Helfer vor dem Einsatz

Denn was die Kinder vielleicht ein bisschen an das Pippi-Langstrumpf-Sachensucher-Spiel erinnert, ist eigentlich eine herbe Angelegenheit: Ganz offensichtlich wird bedauerlicherweise immer noch so viel Abfall im Erlenbach entsorgt, dass eine jährliche Reinigungsaktion vonnöten ist.

Vor gut 30 Jahren hatte der Friedrichsdorfer Angelverein die Säuberung gemeinsam mit den Ortsbeiräten und der Feuerwehr ins Leben gerufen. «Damals war es mit dem Unrat noch viel schlimmer», erinnert sich Gerhard Kreis, stellvertretender Vorsitzender des Angelvereins. Da hätten die Helfer Kühlschränke, Fahrräder, Autoreifen und sogar auch Autowracks gefunden.

Jetzt sei es besser geworden, auch dank der Einführung des Dosen- und Plastikflaschen-Pfandes hätten sich die Müllberge ein wenig reduziert, so Helmut Blahak, Koordinator der Bachreinigungsaktion und Sprecher der Bachpaten. «Die Bachreinigung geschieht immer in Absprache mit dem Ortsbeirat und der Stadtverwaltung», erklärte Blahak weiter. Denn die städtischen Mitarbeiter besorgen Handschuhe und Müllsäcke und organisieren anschließend die Abfuhr der gefüllten Säcke.

Auch die Erbsensuppe, die Blahak und Kreis nach getaner Arbeit im Vereinszentrum «Alte Schule» servieren sowie die Getränke werden von der Stadt gestellt. Rund 45 Helfer sind an diesem Vormittag losgezogen: Ein Teil der Truppe watete durch den Bach bis nach Ober-Erlenbach, der Rest der Mannschaft entfernte den Abfall aus dem Wasserlauf bis zur Grenze nach Köppern. Nach gut zwei Stunden Arbeit in Wasser und Matsch waren die Freiwilligen fertig. Uwe Stubbe, Grünen-Stadtverordneter und Nabu-Mitglied, brachte ein Vogelhäuschen aus Holz in die Alte Schule mit, das scheinbar jemand loswerden wollte: «Ich brauche nur das Dach zu reparieren, dann kann man es wieder benutzen», erklärte er.

«Einen vollen Bierkasten haben wir auch gefunden», sagte Peter Buettler, Vorsitzender des Angelvereins, kopfschüttelnd: «Außerdem noch leere Sekt- und Weinflaschen und jede Menge Plastik.»

Er fuhr fort, dass an Brücken und an Gehwegen, die direkt am Bach entlang führten, der meiste Abfall zu finden sei: «Offensichtlich entsorgt sich dort der Müll am leichtesten», so Buettler. Die Pfadfinder entdeckten Reifen und Fahrräder. «Und eine große Kiste voll mit Videokassetten», vervollständigte Sebastian Lind die Fundstück-Aufzählung. Ein Pullover war auch noch dabei.
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